Gesmold, Stadtteil von Melle, im Grönegau

   

Gesmold ist ein Stadtteil von Melle.

 

In Gesmold mit seinen Bauerschaften Dratum- Ausbergen, Uedinghausen- Warringhof und Wennigsen leben ca. 3500 Einwohner. 

Gesmold ist in erster Linie ein Ort zum Wohnen, entwickelt sich aber auch zum Industriestandort.  

Einige auch große Industriebetriebe und viele Handwerksbetriebe bieten über 1000 Arbeitsplätze.

Ein großer Dienstleister, die DPD und die Firma Spies bieten viele Arbeitsplätze an.

Der Ort hat eine eigene Anschlussstelle an die A 30.


Die Aufnahme zeigt die Femlinde auf dem Lindenplatz, das Wahrzeichen von Gesmold und die St. Petrus Kirche im Hintergrund.

Gesmold bietet für seine Einwohner ein reichhaltiges Vereinsleben.

Die Kirche mit seinen Einrichtungen ist der Mittelpunkt für viele Gesmolder. 

Die Geschichte hat den Ort Gesmold geprägt.

Das Schloß Gesmold mit seinem Turm aus dem 13. Jahrhundert fällt dadurch besonders auf, dass es direkt an der Autobahn liegt. Es ist zwischen 1544 und 1547 gebaut. Die Familie „von Hammerstein“ wohnt im Schloß und ist Eigentümer der Anlagen.

Eine Besichtigung des Vorhofes ist nach Anmeldung möglich, einen Innenbesichtigung ist nicht möglich. 

Im Bildhintergrund auf dem Foto sieht man Teile des Ortes Gesmold.

Die Kirche in Gesmold ist St. Petrus zu den Ketten geweiht. Die ehemalige Eigenkirche des Schlosses Gesmold ist 1834 erbaut. Sie hat eine ausgemalte, einmalige Rundkuppel. Die Bauform ist dem Pantheon in Rom nachempfunden.

Rund um die Kirche befindet sich noch heute der Friedhof des Ortes.

Zwischen der Hauptdurchfahrtsstraße und dem Kirchhof befindet sich die Femlinde auf dem so genannten Femlindenplatz, auch „roter Platz“ genannt. 

Die heutige Linde (vorn rechts im Bild) ist ca. 250 Jahre alt, rund um die Linde versammelten sich vor Jahrhunderten der Schlossherr und die Geschworenen, um Recht über die „Freien Häger“ zu sprechen.

Heute versammeln sich dort die erwachsenen Bürger aus Gesmold einmal im Jahr zur Burstie. Der Ortsbürgermeister berichtet Neues aus dem Gemeindeleben und  berichtet über das, was für das nächste Jahr geplant wird. Jeder ist berechtigt, seine Meinung kundzutun. Ein Fass Bier ist aufgelegt, Würstchen werden gegen den Hunger angeboten.

Der Pfarrer erhält als Zeichen der Verbundenheit zwischen Kirche und Gemeinde eine Kerze, der Küster für das Einläuten der Burstie ein Brot.

In jedem Jahr wird die „Alte Else“ als Fischfanggewässer öffentlich neu verpachtet.


Die Bifurkation ist eine Flussteilung. Hier gibt die Hase (links der Trennmauer) ein Drittel ihres Wassers an die Else (rechts der Trennmauer) ab. Die Hase  fließt in die Ems, die Else (rechts) über die Werre in die Weser.

Einmalig an dieser Teilung ist, dass sich hier eine Verbindung zwischen den Zuflüssen der Ems und den Zuflüssen der Weser gebildet hat. Da ein Bergrücken zwischen den beiden Flusssystemen fehlt, ist diese Naturseltenheit hier möglich.

Weitere Bifurkationen gibt es in Südamerika und in Indien.

Die Bifurkation mit dem Umweltbildungsstandort wird jährlich von über 10.000 Besuchern aufgesucht. Ein nahe gelegener Grillplatz, eine Toilettenanlage und ein Wassertretbecken laden die vielen Besucher zum Verweilen ein.

Der Parkplatz befindet sich an der Allendorfer Straße