Gesmold, Stadtteil von Melle, im Grönegau
    

Nutzen Sie:  GPSies.com, um sich den "Gesmolder Auenweg" und den "Gesmolder Ringweg" anzeigen zu lassen. Hier ist der Wanderweg immer auf die neueste Karte von google maps aufgelegt.

Gesmolder Auenweg:

Klicken Sie einfach auf die folgende Zeile: 

www.gpsies.com/map.do?fileId=cuqftiwmxrfrytzi&referrer=trackList

Der Gesmolder Auenweg führt vom Parkplatz Bifurkation zum Heimathaus, zur Kirche  und über den Loh wieder zurück zum Parkplatz Bifurkation. Er ist 6,2 km lang.

Wanderwege im Dratumer Wald:

Die drei folgenden Wanderwege führen durch Waldwege, verlaufen auf freien Strecken und lassen häufig einen weiten Blick auf den Grönegau zu. Der Wanderer sollte sich auf Höhenzüge einstellen.

Kreisweg im Dratumer Wald (4,4 km)

Ausgezeichnet mit einem Kreis.

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http://www.gpsies.com/map.do?fileId=exxvbdybgisosumx

Quadratweg im Dratumer Wald (3,4 km)

Ausgezeichnet mit einem Quadrat

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http://www.gpsies.com/map.do?fileId=woslhrpdvbvywnnw

Dreiecksweg im Dratumer Wald (2,8 km)

Ausgezeichnet mit einem Dreieck

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http://www.gpsies.com/map.do?fileId=ojiikymfezubxbif

Gesmolder Ringweg:

www.gpsies.de/map.do?fileId=kkklrrqerrqcljfu

Der Gesmolder Ringweg führt um und durch Gesmold. Er ist etwa 30 Km lang.

Eine Übersichtskarte folgt:

Alternativ diese Karte:

Sie können nach erfolgter Erwanderung eine Urkunde und eine Anstecknadel anfordern. Bitte überweisen Sie 4 Euro auf das Konto des Heimatvereins Gesmold, ich schicke ihnen die Urkunde mit Nadel zu.

Heimatverein Gesmold

Bernd Meyer

Hüdepohlweg 17

49326 Melle

e-mail adresse: meyer.gesmold@t-online.de

Haben Sie Interesse an einer ausführlichen Wegbeschreibung,  drucken Sie den folgenden Text  aus:

Der „Gesmolder Ringweg“, ausgezeichnet mit einem weißen „G“

ein Wanderweg rund um und durch Gesmold


Die Wegebeschreibung des Gesmolder Ringweges ab Parkplatz Dorfmitte Gesmold:

In der Nähe des Parkplatzes steht die 1836 erstellte Kirche St. Petrus zu den Ketten, eine dem Pantheon in Rom nachempfundene Kirche mit einer runden Kuppel. Diese ausgemalte Kuppel, das einfallende Licht, der zwölfeckige Rundbau und die Inneneinrichtung sind in dieser Gegend einmalig und sehenswert. Die Kirche ist am Tage immer geöffnet, fast einmalig ist auch der Friedhof, der hier noch rund um die Kirche angeordnet ist.

Neben dem Parkplatz steht die uralte Gerichtslinde auch Femlinde genannt. Unter dieser Linde sprach über Jahrhunderte der Schlossherr Recht über seine Freienhäger Bürger. Die niedere Gerichtsbarkeit konnte von ihm geahndet werden, Blutstrafen wurden von Meller Richtern beurteilt. Heute wird im Sommer unter dieser Linde die Burstie gefeiert, eine Zusammenkunft aller Bürger des Ortes. Hier berichtet der Bürgermeister über das, was im letzten Jahr im Ort passierte, hier wird über das diskutiert, was die Bürger bewegt.
Der Pastor erhält für die gute Zusammenarbeit zwischen Kirche und Ort eine Kerze, der Küster oder Küsterin für das Einläuten der Burstie ein Brot. Bei dieser Veranstaltung werden die „Alte Else“ und ein Teil des Uhlenbaches meistbietend für ein Jahr zum freien Fischfang versteigert.
Der Platz rund um die Femlinde ist zum Dorfplatz ausgebaut, hier wird der Maibaum aufgestellt, hier werden kleine Feste abgehalten, hier ist ein Teil des Kirmesplatzes, das größte Volksfest im Grönegau.

Wir verlassen den Platz unter der Linde und gehen in südlicher Richtung bergauf zum Loh. Auf der linken Seite bleibt die Gaststätte Wortmann- Klockenbrink liegen, ein altes Gasthaus mit Fremdenzimmer, auf der rechten Seite die Gaststätte Kellersmann mit einem großen Festsaal. Die Lohstraße führt durch die Siedlung Oberndorf. Nach etwa 400 m gehen wir an der Querstraße hinter dem Spielplatz links, um nach 50 m wieder rechts zu gehen. Nach etwa 150 m erreichen wir den Loh, einem ehemaligen Steinbruch. Hier wurden Sandsteine für das Schloß Gesmold und die Kirche gebrochen. Der Loh ist 115 m hoch und bietet einen Rundblick um Gesmold. Hier kann man bei gutem Wetter in Richtung Melle bis weit in das Westfälische schauen, hier werden einige Dorffeste gefeiert. Das Wasserwerk der Stadt Melle hat hier einen Pumpspeicher für die Versorgung mit frischem Wasser für die Gesmolder Bevölkerung. Ein Blick in den Loh ist lohnenswert, da hier die Reste des Steinbruchs ersichtlich sind. Am Loh sollen früher Sonnenwendfeiern stattgefunden haben.

Wir verlassen den Loh und gehen bergabwärts bis zum Querweg. Hier halten wir uns links, begegnen einem neuen Schweinestall, der nicht zum Landschaftsbild passt, um nach etwa 400 Metern eine Teerstraße zu erreichen. Hier gehen wir nach rechts, in einer Rechtskurve müssen wir uns entscheiden, ob wir den Grasweg benutzen wollen oder uns ein Teerweg für die nächsten 1000 Meter angenehmer ist. Entscheiden wir uns für den Grasweg gehen wir geradeaus bis zum Querweg, gehen nach rechts bis zur nächsten Wegekreuzung, wo wir nach links gehen. Auf der dann erreichten Teerstraße gehen wir rechts auf die Landesstrasse von Melle nach Borgloh. Nach ca. 300 Metern biegen wir links hinter dem ersten Haus in die Straße: Zum Kuckuck ein. Hier trifft sich auch der Weg, den wir am Grasweg verlassen haben. Haben wir uns, als wir die Teerstraße vor 1000 Metren verlassen haben, den Grasweg benutzt, folgen wir alternativ die Teeerstraße, bis wir die Kreisstraße von Gesmold nach Uhlenberg erreichen. Hier können wir den Rad/ Fußweg benutzen, biegen also nach links ab. Nach etwa 500 Metern erreichen wir die Siedlung „Kuckuck. An der Landesstraße gehen wir kurz nach links, um nach ca. 40 Metern wieder nach rechts abzubiegen in die Straße: Zum Kuckuck. Hier treffen die beiden Wegebeschreibungen aufeinander.
Wir gehen durch die Kleinsiedlung „Kuckuck“ und halten uns an die Linienführung der Teerstraße. In der Rechtskurve weist ein Infoplan auf die Entstehung dieser Häusergruppe hin. Hier, im Wennigser Ortsteil Kuckuck, war bis vor 200 Jahren die Grenzstelle des Freien Hagen, das Hoheitsgebiet des Schlosses Gesmold mit Schlagbaum, hier wurden Waren verzollt. Erst kurz vor 1800 wurde der erste Hof hier errichtet, weitere Gebäude folgten. Der Name wird daher kommen, dass man hier früher oft den Kuckuck hörte.

Verlassen wir die Häusergruppe und gehen entlang der Straße etwa 800 Meter bis zur starken Rechtskurve. Auf der linken Seite im Feld sehen wir ein Fachwerkbauernhaus, das alte Anwesen Hehemann, heute Specht. Hier wohnte früher der Fischteichwächter des Schlosses Gesmold, der nicht abhängig vom Schloß war, aber dort quasi angestellt war, um die nahe liegenden Fischteiche des Schlosses zu betreuen.
Wir verlassen die Teerstraße, gehen ca. 60 m bis zum Wald, um einem kleinen Waldweg links zu folgen. Ein herrlicher kleiner Fußweg führt uns weiter in südlicher Richtung. Wir überqueren kleinere Forstwege bis ca. 50 m vor der Landesstraße. Hier gehen wir nach links. Über einen Forstweg erreichen wir nach einigen hundert Metern eine Querstraße. Diese wird leicht links und sofort wieder rechts überquert. Wir befinden uns in dem Waldgebiet Wiedebrocksheide. Das Gelände ist oft sumpfig. Wir folgen der Markierung „G“, wobei der Weg nach ca. 250 Metern leicht nach links verläuft. Hier ist ein kleiner ausgetretener Weg auszumachen. Wir folgen den Wegezeichen, halten uns wieder kurz rechts, um dann nach etwa 300 Metren einen Querweg zu erreichen.
Wir gehen einige wenige Meter auf diesem Weg nach links in nördlicher Richtung, um dann einen ausgetretenen Fußweg rechts neben dem Fahrweg (der Fahrweg ist oft matschig) zu erreichen. Parallel zum Fahrweg erreichen wir nach einigen hundert Metren die Stelle, wo wir wieder auf den Fahrweg wechseln müssen. Nach etwa 150 Metern biegen wir wieder rechts in den Wald ein und halten uns links so lange, bis wir in einer Waldecke zum Ackerrand kommen. Hier schneiden wir die Waldecke und gehen weiter auf einem kurzen Stück parallel des Ackers durch den Wald. Nach 100 Metern verlassen wir den Wald und benutzen den Grasweg zwischen Wald und Acker. Nach ca. 500 Metern erreichen wir eine Teerstraße, hier biegen wir rechts ab.
Auf dieser Teerstraße bleiben wir bis zur Überquerung der Landesstraße, überqueren diese dann und gehen den relativ steilen Weg hoch. Hier können wir nach etwa 150 m ein Infoschild erreichen. Nach dem 2. Weltkrieg war hier ein großer Flugplatz der Englischen Besatzungstruppen angelegt worden. Von hier flog Generalmarschall Montgomery nach England und zu den Alliiertenversammlungen nach Berlin. Der General wohnte auf Gut Ostenwalde in Melle Oldendorf. Hier oben auf dem Berg wurden nach dem Krieg den Bauern das Land genommen und ein befestigter Flugplatz angelegt. Erst Jahrzehnte später konnte das Gelände wieder ertragreich genutzt werden.
Auf der vorhin beschriebenen Kuppe wenden wir uns rechts einem Grasweg zu, der wenige Meter parallel zur Teerstraße zurückführt, uns dann aber nach einer Linkskurve auf einen Grasweg in östlicher Richtung lenkt. Nach 100 Metern auf dem Querweg erreichen wir ein großes Drahtgestell, ein Funkleitfeuer. Über diesem Punkt befindet sich hoch oben eine Luftfahrtkreuzung. Damit die Piloten wissen, wo genau ihr Standort ist, peilen sie dieses Funkleitfeuer und zwei weitere Stützpunkte an. Die genaue Flugroute ist dadurch bestimmt.
Wir gehen den Berg wieder herunter und erreichen die alte Heerstraße, die früher von Osnabrück über Melle nach Herford führte. Hier liegen die alten Wennigser Höfe aufgereiht nebeneinander. 3 von 4 Höfen werden noch bewirtschaftet. Die Höfegründung dürfte vor Karl dem Großen, also vor 800 gewesen sein. Zwischen den Höfen soll vor 1000 Jahren einen kleine Kirche gestanden haben, die nicht mehr gebraucht wurde, als sich der Hof in Gesmold eine Eigenkirche baute.
Auf der alten Heerstraße biegen wir nach rechts und gehen diese auf leicht steigendem Gelände bis zur Bergkuppe. An einem kleinen Waldbestand verlassen wir die Teerstraße, um nach links in einen Grasweg einzubiegen. Diesem Grasweg folgen wir. Im Tal folgen wir der Rechtskurve und vor der Weide die Linkskurve, bis wir auf eine Teerstraße kommen. Vorher haben wir links einen kleinen Segelflugplatz für Modellflug gesehen, im Hintergrund in einem Taleinschnitt sah man einen Biogasanlage mit einer herausragenden Halle.

An der beschriebenen Teerstraße gehen wir nach rechts, lassen auf der rechten Seite einen Reiterhof liegen und erreichen nach wenigen hundert Metren die Kreisstraße von Gesmold nach Melle. Hier hat da, wo jetzt die Autobahn verläuft, das alte Gut Broxten gelegen. Das Gut oder die Überreste gibt es seit 300 Jahren nicht mehr. Es war ein adeliges Gut mit einigen Rechten, was verschiedene Besitzer hatte und zuletzt dem Schloß Gesmold gehörte. An der Straße gab es eine Mühle, hier befindet sich heute ein Fischteich hinter einer kleinen Schonung.
Wir gehen nach rechts auf dem Radweg entlang der Kreisstraße bis zur nächsten Abbiegung. Hier erreichen wir links bald eine Autobahnunterführung, lassen rechts und links jeweils ein Haus liegen und biegen nach 200 Metren links vom Weg ab. Nach ca. 150 Metren überqueren wir die Else, den Fluss, der an der Bifurkation von der Hase abzweigt. Wir verlassen diesen Weg erst nach etwa 1000 Metern, um auf der Querstraße nach links abzubiegen. Auf der rechten Seite ist das Zentrallager von Philipps Sonderposten nicht zu übersehen. An dieser Stelle wurden vor Jahren noch Gasbetonsteine hergestellt.
Nachdem wir die Else wieder überquert haben, biegen wir vor einem Wohnhaus rechts in einen geschotterten Weg ein. Auf diesem Weg erreichen wir das Schloß Gesmold.
Das Schloß Gesmold ist um 1200 als Wohn- und Wehrturm erbaut, die Herren von Gesmelle und die Dorfbewohner suchten hier Schutz vor den Feinden. Erst um 1534 wurde ein Schloß angebaut, so wie es sich heute zeigt. Der Eingangsturm, die Wirtschaftsgebäude, die Gartenanlagen usw. entstanden in den folgenden Jahrhunderten. Die Familie von Hammerstein, die heute auf dem Schloß wohnt, ist Eigentümer seit 1664.
Vor dem Eingangstor gehen wir nach rechts, um in etwa 150 Metren die alte Schlossmühle zu erreichen. Sie wird kurz nach 1500 erbaut worden sein und diente als Korn- und Flachsmühle den Schlossbewohnern und den Bediensteten. Heute ist die Mühle zu einem Wohnhaus ausgebaut.
Wir folgen der alten Schlossmauer bis wir auf der Schlossallee zum großen Wulbergwald kommen. Hier verlassen wir die Teerstraße bei gutem Wetter, um durch den Wald zu gehen. Bei schlechtem Wetter folgen wir der Teerstraße bis zur Querstraße, die von Gesmold nach Westerhausen führt. Hier treffen wir uns wieder, wenn wir den Weg durch den Wulberg nehmen.
Nehmen wir also den Waldweg, erreichen wir mitten im Wald das alte Forsthaus, was privat bewohnt ist. Folgen wir dem Waldweg weiter, erreichen wir einen runden Platz mit einem Wasserloch in der Mitte. Hier war eine Wasserfontäne platziert, woran sich die Schlossbewohner vor Jahrhunderten vergnügten. Nach wenigen 100 Metern erreichen wir ein Mausoleum, einer Begräbnisstelle der Schlossbewohner. Dieses Mausoleum war früher ein kleines Lustschloss für die Schlossbewohner. Sie benötigten das Gebäude für ihre sonntäglichen Spaziergänge. Vor über 150 Jahre wurde das Lustschloss umfunktioniert zur Begräbnisstelle, als die Toten der adeligen Familie beim Neubau des Gotteshauses in Gesmold nicht mehr am alten Platz in der Kirchengruft bleiben konnten. Vor einigen Jahrzehnten wurden die Gebeine der Toten dann auf dem Friedhof an der Gesmolder Kirche umgebettet.
Hinter dem Mausoleum erreichen wir eine Teerstraße, auf der wir nach links abbiegen. Nach ca. 600 Metren erreichen wir die Hauptstrasse in Westerhausen, auf der wir nach links abbiegen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite benutzen wir den Radweg bis zum Autohaus Rüffer. Hier biegen wir rechts ein, um der Straße bis zur Querstraße zu folgen. Bei den letzten Häusern der Siedlung nehmen wir den geschotterten Weg nach links, um dann nach ca. 250 m nach rechts auf den Querweg zu gelangen. Vor der Gasregelstation biegen wir links ab und erreichen den Campingplatz Ludwigsee. Hier hat der Bauer Grothaus vor 30 Jahren für den Autobahnbau Sandabbau betrieben, ein See ist entstanden, hier kann man auch baden. 600 Stellplätze für Camper sind hier vorhanden, der Platz hat viele hohe Auszeichnungen für Sauberkeit und Abwechselung in den letzten Jahren erhalten.
Der Weg führt uns weiter entlang des Campingplatzes bis zur Nemdener Straße, einer Querstraße. Hier biegen wir nach links ab, um nach 100 Metern wieder rechts abzubiegen. Bald erreichen wir die alte Krusemühle, die bis vor Jahrzehnten in Betrieb war. Die Mühle wird über 700 Jahre alt sein und zum Gut Warringhof gehört haben. Heute diennt sie als Wohnhaus für mehrere Familien. Gehen wir hier weiter entlang der Straße überqueren wir eine Teerstraße. Im Bereich südlich der Kreuzung hat das Gut Warringhof gelegen, schon seit über 300 Jahren gibt es dieses nicht mehr.
Überqueren wir also die Straße, gelangen wir nach etwa 800 Meter auf eine Querstraße und gehen diese nach rechts bis zur Kreisstraße von Osnabrück nach Melle. Hier biegen wir links auf diese Kreisstraße, unterqueren die Autobahn und biegen wenige Meter hinter der Autobahn rechts ab. Etwas oberhalb (ca. 200 m) der Abbiegung sind 3 Sühnesteine an der Hauptstraße zu finden. Hier haben sich angeblich zwei Brüder gestritten und sich dann gegenseitig umgebracht.
In der Wegegabelung führt unser Weg nach rechts. Links sehen wir die zwei großen Dratumer Windräder. Die Generatoren habe je eine Leistung von 1500 KW bei Vollwind. Der Strom wird in das RWE Netz weitergeleitet.
Wir halten uns also rechts auf den Weg und gehen den Berg hinauf. Nach ca. 400 Metren verlassen wir die Teerstraße, um nach rechts in einen Grasweg einzubiegen. Dieser Grasweg führt uns parallel zur Autobahn bis zum Wald. Hier gehen wir in einer Spitzkehre den Hügel hinauf. Auf der rechten Seite befindet sich eine Schutzhütte, in der wir verweilen können und den herrlichen Blick über Gesmold genießen können.
Nach ca. 150 Metern biegen wir rechts in den Wald ein. Hier befindet sich ein Schlagbaum.
Wir folgen dem Waldweg ca. 100 m bis zu einem Querweg, folgen diesem ca. 500 m und befinden uns dann an einer Gabelung. Hier können wir uns entscheiden, ob wir uns links halten und einen je nach Jahreszeit oft matschigen Weg nehmen oder nach rechts dem „Meller Ringweg“ folgen. Nach ca. 600 – 800 m erreichen wir eine Wegekreuzung, wenn wir den „G“ Zeichen gefolgt sind. Haben wir uns für die erste Variante entschieden, überqueren wir die Kreuzung, haben wir und für die zweite Variante entschieden, biegen wir nach rechts in einen Waldweg. Es beginnt ein steiler Anstieg, der uns im Wald auf eine größere Höhe bringt.
Diesem Weg folgen wir, bis wir eine Teerstraße im Wald erreichen, der Platz im Dratumer Wald wird als Platz am „Kreuz“ bezeichnet. Ein Gedenkkreuz ist neben einer Schutzhütte an einem Baumstamm angebracht.
Wir überqueren die Teerstraße und sehen nach ca. 800 m abseits des Weges ein größeres Gebäude mitten im Wald, das Sanitärhaus für einen Jugendzeltplatz des Landkreises Osnabrück. Wir folgen dem eingeschlagenen Weg und entdecken rechts des Weges Erdlöcher, wo früher Steine gebrochen wurden.
Nach wenigen 100 Metern erreichen wir rechts ein Wohnhaus, verlassen den Weg aber nicht. Am Ende des Waldes entdecken wir rechts eine Klause, ein altes Gebetshäuschen des Bauern Westendarp. Wir folgen weiter dem Weg, mittlerweile ist aus dem Schotterweg eine Teerstraße geworden und erreichen die ersten Ausberger Höfe. Diese Höfe sind sicherlich über 1000 Jahre alt und werden noch teilweise bewirtschaftet. Nach weiteren 600 m erreichen wir die Hauptstraße von Melle nach Borgloh, halten uns kurz rechts um dann nach 50 Metern links in einen Grasweg einzubiegen. Diesem Grasweg folgen wir. Bald erreichen wir die Hase, ein Fluss, der sich an der Bifurkation teilt. Zwischen dem Wanderweg und der Hase sind Sträucher angepflanzt, die für die Salinen in Bad Rothenfelde ständig abgeschnitten werden.
Etwas später gehen wir parallel zur Umflut der Sutmüle, die wir durch die Bäume hindurch sehen. Die Sutmühle wird schon 800 Jahre alt sein Hier wird das Wasser der Hase für die Mühlräder gestaut. Heute wird ein Teil der Mühle als Wohnhaus genutzt. Im gewerblichen Teil ist noch ein Sägegatter vorhanden.
Erreichen wir das letzte der drei Häuser, gehen wir auf der Teerstraße kurz nach rechts um sofort wieder nach links abzubiegen. Nach 200 m erreichen wir wieder die Hauptstraße von Melle nach Borgloh. Hier gehen wir rechts auf den Fahrradweg, bis wir links den Parkplatz zur Bifurkation erreichen. Über den Parkplatz führt uns der Weg nach rechts zur Bifurkation, der Naturseltenheit.
Wir erreichen nach 150 m eine Wassertretstelle des Heimatvereins Gesmold, hier kann jeder etwas für seine Gesundheit tun. Auf dem Wiesengelände steht auch eine Schutzhütte, die bei schlechtem Wetter aufgesucht werden kann.
Etwas weiter nördlich auf dem Gelände befindet sich ein Grillplatz mit Grillhütte, die angemietet werden kann. Hat man genug Zeit mitgebracht und der Platz sollte frei sein, kann man hier an der Hase verweilen.
Eine Toilettenanlage, die in den Sommermonaten geöffnet ist, ist für jeden frei zugänglich.

Wir machen uns weiter auf den Weg und erreichen die erste Brücke über der Hase an der Bifurkation. Eine Erklärungstafel weist auf den Standort und die Landschaft hin. Hier ist vor einigen Jahren ein Umweltbildungsstandort mit Stationen, Seen und verschiedensten Einrichtungen entstanden. Hier kann man sich aufhalten, die Natur wahrnehmen und mitmachen bei verschiedenen Animationsständen. Eine Aussichtsplattform lässt einen Blick über das gesamte Gelände zu. Ein Informationspavillon erklärt die Besonderheiten einer Bifurkation und die der hier in Gesmold.
Eine kurze Erklärung der Naturseltenheit: Die Hase und der Uhlenbach entspringen in Wellingholzhausen und fließen parallel zueinander im Abstand von wenigen 100 m nach Gesmold. Hier in der Senke begegnen sie sich bald, ohne dass ein Bergrücken sie trennt. Der Uhlenbach ist ein Zufluss zur Weser, die Hase ein Zufluss zur Ems. In diesem nassen Tal hat es immer Überschwemmungen gegeben, natürliche Rinnsale haben das Wasser dann zu einem der beiden Flüsse abgeführt. Eines dieser Rinnsale hat dann der Schlossherr vor über 400 Jahren genutzt und stark verbreitert, um mehr Wasser in den Uhlenbach zu bekommen. Er brauchte das Wasser zur Versorgung seiner Schlossmühle und zum Befüllen seiner Schlossgräben. Somit war eine gut Verbindung zwischen dem Uhlenbach und der Hase entstanden. Das Wasser der Hase (zwei Drittel können nach altem Recht verbleiben) erreicht über die Ems die Nordsee und die Else über die Werre und Weser auch die Nordsee. Eine Verbindung zweier großer Flusssysteme ist hier vorzufinden. Diese Konstellation ist selten auf der Erde, ein großes Vorbild ist der Orinokostrom in Venezuela. Den Verbindungsbach zwischen Hase und Uhlenbach nannte man später Else.
Hier an dieser Bifurkation wurde in den Jahrhunderten oft über das Wasser gestritten, Wasser war für die Mühlen an der Else und die Mühlen an der Hase wichtig. Das Schloss Gesmold benötigte Wasser, die Stadtgräben von Osnabrück waren vom Hasewasser abhängig.

Nach einem etwas längeren Aufenthalt gehen wir weiter in Richtung Gesmold und benutzen dazu den eigens angelegten Weg parallel zur Hase. Wir folgen der Beschilderung ca. 1500 m und erreichen Gesmold. Auf der rechten und linken Seite liegen die Sportanlagen des Sportvereins Viktoria Gesmold. Eine Sitzgruppe lädt zum Verweilen ein.
An der Straße „An der Else“ biegen wir rechts ab, lassen links das Heimathaus Gesmold liegen und gehen bis zur Querstraße. Diese folgen wir nach links. Links der Straße liegen der Kindergarten und die Vorderfront der Schule Gesmold. Folgen wir der Straße sehen wir rechts das Pfarrheim. Hier wohnte früher der Pastor, heute steht das Haus der Gemeinde offen.
An der Querstraße gehen wir rechts und erreichen nach 250 m unseren Startpunkt.
Fast 30 km durch und um Gesmold liegen hinter uns. Es wurde vieles auf Infotafeln erklärt, das hügelige Land mit seinen vielen Aussichtspunkten hat uns für die Mühe der Wanderung entlohnt.
Gern sehen wir den Besucher und Wanderer wieder in den Grenzen Gesmolds mit seinen abwechselungsreichen Landstrichen.


Bernd Meyer im Januar 2008

Eine weitere Möglichkeit:

 

Besuchen Sie die Seite des Heimatvereins Gesmold. Dort ist der "Gesmolder Ringweg  kurz beschrieben.

www.heimatverein-gesmold.de

Weitere Wanderwege in und um Melle unter:

www.wandern-in-melle.de